Projekt in Ghana, Gushiegu

Kein Tourist kommt nach Gushiegu. Hier im Nordosten Ghanas gibt es nur Lehmhäuser, Felder und Buschland. Traktoren arbeiten sich durch staubige Böden. Der Regen lässt wieder einmal auf sich warten.
Kinder und Frauen aus der ganzen Stadt laufen deshalb jeden Tag zur Pumpstation vor den Toren der Stadt, holen klares Wasser und waschen lachend, lästernd und scherzend ihre bunte Wäsche. Ein paar hundert Meter weiter schöpfen Dutzende alte Frauen ihr Trinkwasser aus einem brackigen Wasserloch. Sie sind Ausgestoßene. Einst wurden sie der Hexerei beschuldigt und flohen aus ihren Dörfern hierher.
Viele Dinge mussten sie auf ihrer Flucht von zu Hause zurücklassen.
Diese menschenunwürdigen Zustände müssen ein Ende haben. Sie benötigen dringend einen eigenen Wasserzugang, um wenigstens das Nötigste zum Leben zu haben: Sauberes Trinkwasser.

 Diese Frau ist inzwischen leider verstorben. Sie litt an einer chronischen Erkrankung, und war auf ihre Tochter als Trägerin angewiesen

In Gushiegu, im Nordosten Ghanas schöpfen die Frauen das unreine Wasser aus Pfützen Und sogar das schwindet allmählich. Denn in Gushiegu regnet es nicht sehr oft.
Zwar steht in der Regenzeit das Wasser teilweise in den Feldern direkt vor dem Camp,
ist dann aber auch Verseuchungen durch Fäkalien ausgesetzt, da es keine Latrinen gibt und viele Wildtiere und Vieh herumstreunt.
Auch die gesundheitliche Situation ist sehr belastend. Ihre Körper sind durch die wenige Nahrung geschwächt.
Sie können die Bakterien nicht mehr länger abwehren. Das führt zu chronischen Erkrankungen und schlussendlich zum Tod.
Der Zustand der Frauen verschlechtert sich von Tag zu Tag. Ein Teufelskreis, aus dem sie es alleine nicht schaffen!
Denn das Wichtigste – sauberes Wasser – fehlt. Es muss sich endlich etwas ändern!
Ein Brunnen im Dorf würde die Frauen mit ausreichend reinem Trinkwasser versorgen. Dieser gibt ihnen auch die Chance eigene Nahrungsmittel anzubauen und sich damit selbst zu versorgen.
Das macht sie von der Stadt unabhängig und schafft Selbstvertrauen.
Dieser Brunnen ist lebensnotwendig.
Er sichert die Zukunft der Frauen und rettet ihr Leben!

Die alten Frauen wuchsen mir im Verlauf meiner Feldforschung sehr ans Herz. Jede zweite Interview-Partnerin hatte nicht nur körperliche Gewalt durch ihre Mitmenschen erlitten, sondern litt auch an altersbedingten Krankheiten, die ihr den Gang zum Wasserholen schwer machten.

Felix Riedel, ehrenamtlicher Vorsitzender

Wofür wird das Spendengeld eingesetzt?!

Ein Bohrloch kostet in Ghana je nach geologischen Bedingungen und verwendetem Material 3500-5000 Euro. Die Gegend um Gushiegu besteht aus Lateritböden, die auf Schiefer lagern. Das teuerste ist der Bohrprozess selbst, für den schweres Gerät und Arbeiter hergefahren werden müssen. Aber auch die Zementfassung, Handpumpen und Qualitätskontrollen fordern ihren Preis.
Um Fehlbohrungen zu vermeiden und die günstigste und kompetenteste Firma zu finden, wird eingehend recherchiert.Dann entscheiden wir gemeinsam, wer den Auftrag erhält. Wir bevorzugen in jedem Fall lokale Arbeiter.
Nachdem der Brunnen fertiggestellt ist und gutes Wasser fließt, werden wir es mit einer Hecke einzäunen, damit es nicht von Tieren verunreinigt und beschädigt werden kann. Um das zwangsläufig verschüttete Wasser und das Brauchwasser zu nutzen sind zwei kleine Parzellen für Kräuter und Gemüse eingeplant.

Die Zusatzoption- Sie machen es möglich!

Wenn es die Spendeneingänge ermöglichen werden wir einen zweiten Brunnen bauen: Um den Brunnen herum würden wir einen größeren Garten anlegen und das Brauchwasser vom Waschen zur Bewässerung nutzen.
Ein zweiter Brunnen wäre ideal im Camp neben den beiden Kerngebäuden, wo die meisten unserer betreuten Frauen wohnen. Zugleich aber würde man einer begrenzten, klar definierten Nachbarschaft erlauben können, davon zu profitieren und das würde Neid vermeiden. Hier ist ein Problem, dass die gängige Praxis der Fäkalienentsorgung tiefe Latrinen sind, die versickern und verkippt werden, wenn sie voll sind. Man müsste verhältnissmäßig tief bohren.
Eine Alternative zu einem Brunnen wären dort 2 Zisternen, in denen größere Mengen Wasser (insgesamt ca. 5000-10000 l um die Trinkwasserversorgung übers Jahr sicher zu stellen) nur für die Frauen gelagert werden können. Die könnten besser "privatisiert" betrieben werden.

Home
Home
Home
Home
100%

Trinkwasser

Ohne Wasser kein Leben!
Weltweit haben Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser.
Mit diesem Projekt schenken wir mit Hilfe Ihrer Spenden Wasser!

Ernährung

Ohne Essen wird jedes Lebewesen in kürzester Zeit verhungern.
Viele Menschen auf der Welt haben nicht genug zu Essen.
Mit diesem Projekt schenken wir mit Hilfe Ihrer Spenden Nahrung!

Hygiene

Sanitäranlagen sind wichtig und Hände waschen vor dem Essen oder nach der Benutzung der Toilette senkt die Sterberate um fast 35%. Aber auch nur wenn man es weiß.
Mit diesem Projekt schenken sie mit Hilfe Ihrer Spenden Sanitäranlagen!


Facebook

Twitter

Google Plus

PROJEKT DES MONATS !

Projekt des Monats: Kambodscha – Koh Kong

Home

Auf das Bild klicken!

Aktuelle Spenden:

9%
Fakt der Woche….
Die ca. 7 Milliarden Euro um 2,6 Milliarden Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen, sind weniger, als Europäer imJahr für Parfums ausgeben